Heilung braucht Zeit

Warum jedes Burnout seine eigene Geschwindigkeit hat

Inhaltsverzeichnis

Der Satz, den ich nicht mehr hören konnte

„Gib dir Zeit.“ Diesen Satz hörte ich während meines Burnouts unzählige Male. Doch anfangs konnte ich nichts damit anfangen. Ich wollte einfach nur wieder gesund sein. Ich wollte mich wieder normal fühlen, so wie vorher.

Anfangs dachte ich, dass ein paar Tage Ruhe genügen würden. Doch Wochen und Monate vergingen, und es wurde nicht besser, im Gegenteil. Mit jeder weiteren Woche wurde ich panischer und ungeduldiger.

Warum es so wichtig ist, nicht alles zu glauben, was du denkst und wie du aus diesem Kreislauf aussteigst, erfährst du hier.

Meine Erkenntnis: Heilung braucht Zeit

Erst nach Monaten begann ich zu verstehen, was „Gib dir Zeit“ wirklich bedeutet. Es war nicht einfach nur ein gut gemeinter Ratschlag, sondern eine fundamentale Wahrheit.

In meiner Zeit der Krankschreibung unternahm ich viele Spaziergänge in der Natur. Das war das Einzige, was ich in meinem Zustand tun konnte. Ich beobachtete die Natur und stellte fest: Alles darin hat sein eigenes Tempo.

  • Eine Pflanze wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

  • Eine Wunde heilt nicht durch Ungeduld.

  • Ein gebrochener Knochen braucht seine Zeit, um wieder zusammenzuwachsen.

Nichts davon funktioniert auf Knopfdruck oder auf Zwang. Egal wie sehr wir Menschen die Dinge vielleicht beschleunigen wollen, die Natur lässt sich da einfach nicht reinreden.

Heilung braucht Zeit: Wald

Mir wurde klar: Wir Menschen sind Natur. Wir existieren nicht neben oder über ihr – wir sind ein Teil von ihr. Und genauso wie in der Natur, lässt sich unsere Heilung nicht erzwingen.

Der Teufelskreis der Ungeduld

Lange Zeit setzte ich mich selbst unter Druck. Ich wollte schneller gesund werden und tat alles dafür, um meinen Heilungsprozess zu beschleunigen. Doch je mehr ich mich anstrengte, desto schlechter wurde es.

Dieser Druck war alles andere als liebevoll. Ich erkannte, dass ich mir selbst mit meiner Ungeduld schadete. Das war keine Selbstliebe, das war Psychoterror.

Ich erkannte, dass ich loslassen MUSSTE, ob ich wollte oder nicht. Mir blieb nichts anderes übrig, als den Kampf aufzugeben und loszulassen. Um wirklich heilen zu können, musste ich die Situation, so schrecklich sie auch für mich war, annehmen.

Als mir bewusst wurde, wie hart und gemein ich die ganze Zeit mit mir selbst umgegangen bin, kam eine tiefe Traurigkeit in mir hoch. So wollte ich gar nicht sein. Aber ich hatte es in meiner Angst und Verzweiflung gar nicht gemerkt. Ich versprach mir, es von nun an anders zu machen. Ich erinnerte mich immer und immer wieder daran, dass ich ein Teil der Natur bin und der Satz „Gib Dir Zeit“ wurde zu einer meiner allerwichtigsten Erkenntnisse auf meinem Heilungsweg. Ich hatte verstanden, dass das die wichtigste Voraussetzung für eine mögliche Heilung war.

Akzeptanz: Der erste Schritt zur Heilung

Zu akzeptieren, dass ich nichts tun konnte, fiel mir unglaublich schwer. Doch irgendwann musste ich mich diesem Prozess hingeben.

  • Vergleiche dich nicht mit anderen. Jeder Heilungsprozess ist individuell.

  • Setze dich nicht unter Druck. Heilung geschieht in ihrem eigenen Tempo.

  • Sei liebevoll zu dir selbst. Dein Körper und deine Seele brauchen Zeit.

Erst als ich diese Wahrheiten akzeptierte, begann es langsam aber sicher bergauf zu gehen.
Erfahre hier, wie mein persönlicher Weg aus dem Burnout aussah.

Heilung braucht Zeit: Tee und Sofa

Heilung braucht Zeit und geschieht in deinem eigenen Tempo

Egal, ob es eine körperliche oder psychische Wunde ist: Heilung ist ein Prozess, der Zeit braucht.
Je mehr wir dagegen kämpfen, desto schwieriger machen wir es uns.

Akzeptiere deinen aktuellen Zustand. Nicht für immer, aber für jetzt. Lass los, entspanne dich und gib deinem Körper und deiner Seele die Chance, zur Ruhe zu kommen und zu heilen.

Das Leben meint es gut mit dir. Hab Vertrauen und gib dir Zeit.

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